Robert Schuman

29. Juni 1886 Robert Schuman wird in Luxemburg als Sohn eines Lothringers und einer Luxemburgerin geboren
1896 - 1903 Gymnasialzeit und Abitur am Athenäum in Luxemburg
1904 Deutsches Abitur am kaiserlichen Lyceum in Metz, Jurastudium an der Universität Bonn
1904 - 1906 Unis: München, Berlin, Straßburg
1908 1. Staatsexamen - kein Militärdienst aus Gesundheitsgründen
1908 - 1910 Referendarzeit in Metz
1910 Doktorexamen Dr.jur. -summa cum laude-
1912 2. Staatsexamen - Rechtsanwalt in Metz
1913 Sekretär des 16. deutschen Katholikentages in Metz
12. Juli 1915 ziviler deutscher Militärdienst in Boulay als Vertreter des Departement Moselle
1919 Wahl zum Abgeordneten der Franz. Nationalversammlung
1940 Unterstaatssekretär in Paris
1941 - 1942 Verhaftung durch die Gestapo und Gefängnis im besetzten Metz
Interniert in Neustadt / Pfalz - Flucht nach Frankreich
1945 Als Mitglied der franz. Christdemokraten (M.R.P.) in der Nationalversammlung
1947 - 1948 Ministerpräsident der 4. Republik
9. Mai 1950 Vorstellung des "Schuman-Planes" (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl - Montanunion)
18. April 1951 Unterzeichung des Montan-Vertrages in Paris
1958 Präsident des europäischen Parlamentes in Straßburg
1963 4. September: Tod in Scy-Chazelles

Auf Grund seiner Verwurzelung in der französischen und deutschen Kultur zugleich und trotz oder gerade wegen leidvoller Erfahrungen mit der jeweils anderen Seite hat Robert Schuman sich nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere als französischer Außenminister von 1948 bis 1953, mit ganzer Kraft für Frieden, Völkerverständigung und europäische Zusammenarbeit eingesetzt.

Dies passt zum einen geografisch zu unserer Schule, die ja – im weitgefassten Sinne - im deutsch-niederländischen Grenzgebiet liegt. Zum anderen soll das Wirken Robert Schumans für uns alle ein Vorbild sein, andere Kulturen zu achten und zu einem friedlichen Miteinander der Menschen beizutragen.
(B.Gerlach)